Staatliche Berufsschule I Passau

Die Entwicklung des beruflichen Schulwesens und zeitgemäßer Unterrichtsmethoden forderten einen Neubau der gewerblichen Berufsschule Passau. Die besondere Hanglage des Grundstücks über der Donau war von großer Chance für das Bauwerk.

Der  im Wettbewerbsverfahren mit dem 1. Rang ausgezeichnete Entwurf berücksichtigt die neuesten  pädagogischen Anforderungen an ein zeitgemäßes Unterrichten. Unterrichtsräume für Theorie und Praxis sind in räumlichem Zusammenhang geplant und miteinander EDV-mäßig vernetzt.
Bei der Verwirklichung der Wettbewerbslösung wurden von Beginn an Lehrer und Fachlehrer als spätere Nutzer in die Planung mit einbezogen.

Anforderungen an Tafel- und Medienbereiche in den Klassen, Fachraumeinrichtungen, Verteilung der Lehrerarbeitsplätze und viele Einzeldetails wurden im Verlauf der Planungsphase ausführlich zwischen Nutzer, Auftraggeber und Planer ausgetauscht. Der Entwurf der Pfosten-Riegel-Fassade vereinigt bauphysikalische Forderungen für sommerliche Lüftung mit gestalterischen und funktionalen Gesichtspunkten.

Durch die individuelle Reihung unterschiedlicher Raum- und Klassengrößen ergibt sich eine horizontale Fassadengliederung, die spannungsvoll durch die Öffnungsflügel und die jeweils bei den Fluchtausgängen angebrachten Lärchenholzspaliere belebt ist.

Das Projekt wurde im Rahmen der Architektouren im Jahr 2000 ausgezeichnet.