Mittelschule Fürstenzell.

ott haupteingang

 

 

Die bestehende Hauptschule Fürstenzell wurde vom Schulverband Hauptschule Fürstenzell im Jahre 1974 erbaut. Bauliche und technische Mängel sowie sich verändernde pädagogische Anforderungen machten eine Sanierung und Umgestaltung erforderlich. Im Verlauf der Planung hat sich die Gemeinde Fürstenzell entschieden, die im Ortskern gelegene und ebenfalls sanierungsbedürftige Grundschule Fürstenzell zu schließen. Zusammen mit der Hauptschule Fürstenzell sollte sie nun am bestehenden Hauptschulstandort zur Volksschule verschmolzen werden. Das für das Schulhaus dadurch zusätzliche notwendige Raumprogramm sollte in einem Erweiterungsbau untergebracht werden.
4118 aussenansicht

Der bestehende Baukörper blieb in seiner Grundstruktur erhalten. Das Schulhaus wurde im Süd-Westen um einen eingeschossigen Anbau erweitert und setzt damit die in diesem Bereich bestehende eingeschossige Bebauung fort. Ein bestehender Innenhof wurde überdacht, um auf sehr wirtschaftliche Weise neue Nutzfläche zu generieren und um die Hüllfläche kompakter zu machen. Das tiefsitzende Dach der Aula wurde entfernt und auf die Höhe der neuen Innenhofüberdachung gesetzt, so dass  nun für den Schulbetrieb und die Gemeinde ein repräsentativer Raum für Veranstaltungen zu Verfügung steht.

ott pause grundschule

Das Konzept der Ganztagsschule bringt auch unweigerlich eine Abkehr vom klassischen Frontalunterricht mit sich. Gruppen- und Projektarbeit, Einzelintensivierung, fachübergreifender Unterricht, sportliche Bewegung gewinnen an Bedeutung. Daraus ergibt sich zusätzlicher Raumbedarf und eine entsprechende Gestaltung der Unterrichtsbereiche. Die neuen Intensivierungsräume wurden den Klassenzimmern direkt zugeordnet und ermöglichen somit optimale Möglichkeiten der differenzierten Förderung. Innerhalb der Verkehrsflächen entstanden zahlreiche Aufenthaltsbereiche, die von den Schülern für Einzel- und Gruppenarbeit genutzt werden können.

ott flur

Eine besondere Herausforderung stellt bei der Baumaßnahme die Sanierung im vollen laufenden Betrieb dar. Bis auf die Werkräume, die kurzzeitig in den gemeindlichen Bauhof verlegt wurden, fand der komplette Unterricht im Schulhaus statt.

ott aula

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Bei der Materialauswahl wurde darauf geachtet, dass vorwiegend nachwachsende und leicht zu recycelnde Rohstoffe Verwendung finden. Das vorwiegend verwendete Material im Innen- und Außenbereich ist dabei Lärchen- und Eichenholz.  

ott rueckseite

Auf energieintensive Materialien wie Aluminium, PVC und dgl. wurde soweit möglich verzichtet und auf Langlebigkeit der Materialien besonderen Wert gelegt. Durch die Dämmmaßnahmen konnte der Transmissionswärmeverlust auf 0,35 W/m²K gesenkt werden. Die Klassenzimmer sind mit Be- und Entlüftungsanlagen (Wärmerückgewinnung) ausgestattet. Die Wärmeenergie wird künftig regenerativ mit einer Pelletheizung erzeugt.

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Im Rahmen der Baumaßnahme wurden auch die Freianlagen neu gestaltet.  Das Materialkonzept und die Linienführung unterstreichen die klare Form des Schulgebäudes. Die Einrichtung von Werkterrassen, die Integration eines Verkehrsübungsplatzes, die Ausweisung eines Schulwaldes und einer großzügigen Spielwiese und zahlreiche Ruheflächen machen die Aussenanlagen gerade im Hinblick auf die Ganztagesausrichtung unverzichtbar für den Schulbetrieb.

ott pausenhof

 

ott sportplatz

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 Fotos: T. Ott

 

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